Auf vielen Spazierwegen kreuzen sich irgendwann Treppen und Aufzüge, etwa bei einer Unterführung, einer Brücke oder einem Aussichtspunkt. Wer die Treppe statt des Aufzugs nimmt, muss dafür selten viel Zeit einplanen, denn der Unterschied beträgt meist nur wenige Minuten. Diese kleine Entscheidung lässt sich leicht in einen ganz normalen Spaziergang einbauen, ohne dass sie besonders auffällt. Schon diese kurze Wahl kann den restlichen Spaziergang etwas lebendiger machen.
Treppen bieten oft auch einen anderen Blick auf die Umgebung als ein geschlossener Aufzug, besonders bei Brücken oder Aussichtspunkten mit Stufen. Man sieht die Stadt oder Landschaft aus einem etwas anderen Winkel, während man Stufe für Stufe hinaufsteigt. Diese kleinen Momente machen einen gewöhnlichen Weg oft ein wenig abwechslungsreicher. Manche entdecken auf diese Weise sogar Ecken der Stadt, die ihnen vorher nie aufgefallen sind.
Eine kleine, bewusste Entscheidung
Die Wahl der Treppe fällt leichter, wenn man sie sich schon vor dem Spaziergang bewusst vornimmt, statt erst an Ort und Stelle zu entscheiden. So fällt es leichter, bei der Treppe zu bleiben, auch wenn der Aufzug gerade offensteht und bequemer wirkt. Mit der Zeit wird diese Wahl fast automatisch, ohne dass man noch lange darüber nachdenkt.
Bei vollen Taschen oder Gepäck kann der Aufzug natürlich manchmal die praktischere Wahl sein, und das ist völlig in Ordnung. An den meisten Tagen jedoch, wenn man mit leichtem Gepäck unterwegs ist, spricht wenig gegen ein paar zusätzliche Stufen auf dem Weg. Diese kleine Flexibilität macht die Gewohnheit leichter durchzuhalten, ohne starr zu wirken. Auch ein einzelner Treppenabschnitt reicht schon aus, um dem Spaziergang etwas mehr Abwechslung zu geben.
Mit der Zeit summiert sich diese kleine Gewohnheit über viele Spaziergänge hinweg, ohne dass sie jemals wie eine große Anstrengung wirkt. Die Treppe wird zur selbstverständlichen Wahl, während der Aufzug nur noch für Ausnahmen bleibt. So bleibt der Spaziergang genau das, was er sein soll: eine einfache, angenehme Bewegung im Alltag. Am Ende zählt nicht die einzelne Treppe, sondern die Summe vieler kleiner Entscheidungen im Alltag.