Der Schulweg mit dem Auto ist für viele Familien zur Gewohnheit geworden, obwohl das Fahrrad die gleiche Strecke oft ebenso gut bewältigen kann. Gemeinsam zur Schule zu radeln, braucht nur wenig zusätzliche Vorbereitung: funktionierende Bremsen, Licht und eine Route ohne zu viel Verkehr auf den größeren Straßen. Für die meisten Wege innerhalb eines Ortes ist das Rad zeitlich kaum langsamer als das Auto. Ein kurzer Testlauf am Wochenende zeigt oft, wie gut die Strecke tatsächlich funktioniert.
Auf dem Rad lässt sich unterwegs leichter reden als im Auto, weil man nebeneinander statt hintereinander fährt und sich dabei ansehen kann. Kinder lernen dabei auch nach und nach, sich selbst im Straßenverkehr zurechtzufinden, zunächst begleitet und später vielleicht schon ein Stück allein. Diese kleinen Fortschritte fallen im Auto kaum auf, auf dem Rad dagegen sehr deutlich.
Sicherheit auf dem Weg zur Schule
Ein Helm und gut sichtbare Kleidung gehören auf jeden Schulweg mit dem Rad, unabhängig davon, wie kurz die Strecke ist. Reflektoren an Rucksack und Fahrrad helfen besonders an bewölkten Tagen, wenn das Licht schwächer ist als sonst. Eine Route mit möglichst wenig Kreuzungen und ruhigen Straßen macht den Weg für die ganze Familie entspannter. Ein gemeinsamer Probelauf vor dem ersten echten Schultag gibt allen Beteiligten mehr Sicherheit.
Bei Regen reicht meist eine gute Regenjacke mit Kapuze, damit der Weg zur Schule trotzdem angenehm bleibt. Wasserdichte Taschen oder ein Überzug für den Schulranzen halten Hefte und Bücher trocken, selbst bei anhaltendem Regen. So wird schlechtes Wetter selten zum Grund, doch lieber das Auto zu nehmen. Ein Wechsel der Kleidung im Ranzen ist an nassen Tagen ebenfalls eine sinnvolle Ergänzung.
Mit der Zeit wird der Weg zur Schule für Eltern und Kinder zu einer festen Gewohnheit, die kaum noch Überlegung braucht. Aus dem täglichen Radeln wird ein kleiner gemeinsamer Moment am Anfang und Ende des Schultags. Für viele Familien bleibt genau dieser Moment einer der schönsten Teile des ganzen Tages. Diese kurze gemeinsame Zeit auf dem Rad bleibt oft länger in Erinnerung als eine stille Autofahrt.